KaleidoPäd 2019

der KITA-Kongress des Städtischen Trägers
30 Jahre Kinderrechte - 150 Jahre Referat für Bildung und Sport

Spielen macht schlau

Prof. Dr. Andre` Frank Zimpel
Diplom Psychologe
Universität Hamburg
Fakultät Erziehungswissenschaften

„Das ist ja ein Kinderspiel" - dieses Sprichwort macht deutlich, was mancher Erwachsene über das Bauklötze stapeln, Lego bauen oder Verstecken spielen denkt. Dabei ist Spielen die „Arbeit“ des Kindes und seine wichtigste Tätigkeit. Da sind sich die meisten Fachleute einig.

Zu ihnen gehört auch Professor André Frank Zimpel. Der Psychologe und Pädagoge forscht seit 20 Jahren zum Thema frühkindliche Entwicklung. Für ihn ist Spielen die beste Fördermaßnahme überhaupt: "Wenn Kinder einen Stein wie ein U-Boot durch einen Sandkasten fahren lassen oder sich Blumen wie die Krone einer Feenprinzessin aufsetzen, dann bewegen sie sich in einer Fantasiewelt und trotzdem sind sie mit einem Bein ständig in der realen Welt." In ihrer Fantasie lernen Kinder ihre Einbildungskraft einzusetzen und zu abstrahieren. 'Abstrahere' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie 'absehen von'. Kinder sehen im Fantasiespiel von einigen Eigenschaften ab und heben andere hervor, so Zimpel. Diese Art der Gehirntätigkeit ist später die Grundlage für natur- und geisteswissenschaftliches Denken. Im Unterschied zu Förderprogrammen suchen sich Kinder im Spiel intuitiv Herausforderungen, die ihre intellektuelle Entwicklung voranbringen.

Der Impulsvortrag führt Sie ein in das Leitthema des Kongresses „Selbstbestimmtes Lernen“.

 

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